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Die Riester-Rente geht – was die neue Altersvorsorge für dich bringt

Das Thema Altersvorsorge bekommt ein großes Update. Die Bundesregierung hat beschlossen, die private Altersvorsorge grundlegend zu reformieren und damit die bekannte Riester-Rente abzulösen. Das Ziel ist klar: Die private Vorsorge soll einfacher, verständlicher und vor allem rentabler werden, insbesondere für Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen, die bisher kaum die Möglichkeit hatten, etwas für das Alter zurückzulegen. Ab dem 1. Januar 2027 soll das neue System starten.

Das Herzstück der Reform ist das neue „Altersvorsorgedepot“. Hier hast du künftig mehr Wahlmöglichkeiten. Wenn du bereit bist, für höhere Renditechancen auch mehr Risiko einzugehen, kannst du in Produkte ohne Beitragsgarantie investieren. Das war bei Riester so nicht möglich und ist ein entscheidender Vorteil, um am Kapitalmarkt langfristig mehr aus deinem Geld zu machen. Wenn du aber auf Nummer sicher gehen willst, gibt es weiterhin Produkte mit einer Garantie, bei denen dir 80 % oder sogar 100 % deiner eingezahlten Beiträge zugesichert werden.

Auch bei den staatlichen Zuschüssen tut sich einiges. Die starre Grundzulage von 175 Euro pro Jahr ist Geschichte. Ersetzt wird sie durch eine dynamische, beitragsabhängige Förderung. Für jeden Euro, den du einzahlst, legt der Staat 30 Cent obendrauf. Das gilt für deine Beiträge bis zu einer Höhe von 1.200 Euro pro Jahr. Für jeden weiteren Euro bis zur Grenze von 1.800 Euro gibt es immer noch 20 Cent. Du kannst dir also eine maximale jährliche Zulage von 480 Euro sichern. Das macht das Sparen deutlich attraktiver.

Ein weiteres Problem der alten Verträge waren oft die hohen und unübersichtlichen Kosten. Auch hier wird nachgebessert. Die Abschluss- und Vertriebskosten müssen zukünftig auf die gesamte Vertragslaufzeit verteilt werden. Das verhindert, dass zu Beginn ein großer Teil deiner Beiträge für Gebühren draufgeht. Zudem muss jeder Anbieter ein kostengünstiges und einfaches Standardprodukt im Angebot haben. Für die Auszahlung bist du ebenfalls flexibler. Statt einer starren, lebenslangen Verrentung sind auch langlaufende Auszahlpläne möglich, zum Beispiel bis zum 85. Lebensjahr.

Die größte und vielleicht spannendste Neuerung ist die „Frühstart-Rente“. Hierbei handelt es sich um ein individuelles Altersvorsorgedepot für Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 18 Jahren. Der Staat zahlt einen garantierten Zuschuss von 10 Euro pro Monat. Damit soll die junge Generation früh an das Thema Sparen herangeführt werden und mit einem kleinen Startkapital ins Erwachsenenleben gehen. Eröffnen die Eltern kein Depot, springt der Staat mit einer kollektiven Lösung ein, damit kein Kind leer ausgeht.