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Diesen Fehler dürfen Sie beim Immobilienverkauf auf keinen Fall machen

Mietnomaden sind ein bekannter Albtraum für Vermieter. Doch hast Du schon von Kaufnomaden gehört? Das sind Leute, die sich auf eine noch dreistere Art und Weise in Dein Haus einnisten, ohne je den Kaufpreis zu zahlen. Wenn Du nicht aufpasst, kannst Du in eine Falle tappen, aus der Du nur schwer wieder herauskommst. Der entscheidende Fehler, den es zu vermeiden gilt, ist überraschend simpel, aber die Folgen sind fatal.

Stell Dir vor, Du verkaufst Dein Haus. Ein charmanter Käufer taucht auf und ist bereit, den vollen Preis zu zahlen. Der Notarvertrag wird aufgesetzt und alles scheint perfekt. Der Kaufpreis ist fällig, sobald der Notar alle Unterlagen beisammenhat. Doch dann kommt die entscheidende Bitte des Käufers: „Könnte ich schon ein paar Kisten ins Haus stellen? Meine alte Wohnung wird schon geräumt.“ Klingt harmlos, oder? Aber genau hier schnappt die Falle zu. Wenn Du zustimmst, begehst Du einen riesigen Fehler. Du gibst dem Käufer nämlich den „Besitz“ an Deiner Immobilie, obwohl Du noch der „Eigentümer“ bist.

Dieser Unterschied ist extrem wichtig. Eigentümer bist Du, solange Du im Grundbuch stehst. Besitzer ist, wer die tatsächliche Kontrolle über die Sache hat – und die beginnt mit dem Schlüssel in der Hand und den ersten Kisten im Flur. Wenn der Käufer nun den Kaufpreis nicht zahlt, was bei Kaufnomaden von Anfang an der Plan ist, sitzt er rechtmäßig in Deinem Haus. Du kannst ihn nicht einfach vor die Tür setzen, denn er ist nun „rechtmäßiger Besitzer“, weil Du ihm den Besitz freiwillig überlassen hast. Du musst dann auf Räumung klagen, und das kann Monate oder sogar Jahre dauern. In dieser Zeit nutzen die Nomaden Dein Haus ab, ohne Miete oder Kaufpreis zu zahlen, und Du bleibst auf allen Kosten sitzen.

Deshalb lautet die goldene, unumstößliche Regel beim Hausverkauf: Die Schlüssel gibt es erst, wenn der vollständige Kaufpreis unwiderruflich auf Deinem Konto eingegangen ist. Keine Ausnahmen. Lass Dich nicht von netten Bitten, angeblichen Finanzierungsbestätigungen oder fadenscheinigen Ausreden (das Geld sei noch nicht fällig, die Kontonummer war falsch) erweichen. Ein Kapitalnachweis einer Bank ist gut, aber keine Garantie. Die Banken sichern sich oft selbst ab. Der einzig wahre Beweis ist der Geldeingang auf Deinem Konto. Gibst Du die Schlüssel vorher aus der Hand, gehst Du eine ungesicherte Vorleistung ein und riskierst den Totalverlust.